Einwohner meines "Banjar"

Green Classic Management – Bali

Name
Green Classic Management (GCM)

Themengebiet
Abfallmanagement

Projektbeschreibung
Hier in Bali fühlen sich die Menschen lokalen Regeln mehr verpflichtet als zum Beispiel den Gesetzen, die der Staat macht. Das liegt daran, dass die soziale Kontrolle auf Gemeindeebene stärker ist. Außerdem ist man einem “Genius loci” verbunden, also dem einzigartigem kulturellen Erbe, lokale Charakteristiken sind sehr ausgeprägt und verschieden von Bezirk zu Bezirk und äußern sich in sowohl sichtbaren Merkmalen (kulturelle, religiöse, historische Objekte und Aktivitäten) als auch in nicht sichtbaren Dingen (Werte, Wertschätzung bestimmter Gegenstände gesellschaftliche Stellung gewisser Objekte und lokale Regeln, in Bali awig-awig). Diese Verbundenheit gegenüber der lokalen Gemeinschaft nutze ich, um einen verantwortungsvollen Umgang mit upakara-Abfall zu etablieren.
Das Projekt ermutigt dazu die Mitglieder der örtlichen Seheka Teruna (verpflichtende Jugendorganisation auf Bali mit Gruppen in jedem Ort), sich nicht nur mit sozialen, kulturellen und religiösen Konflikten auseinander zu setzen sondern auch Verantwortung für ihre direkte Umwelt zu übernehmen.
Mein Projekt ist innovativ, einfach und eine praktische Lösung upakara Abfall zu verwerten. Upakara ist Material aus balinesischen Zeremonien und vor meinem Projekt hat sich um den Verbleib niemand gekümmert. Da upakara-Abfall aber einen großen Anteil hat am täglichen Müllaufkommen von Bali, hielt ich es für notwendig, daran etwas zu ändern.

Mit der Umsetzung des Green Classic Management habe ich auf der Ebende meines Banjar begonnen. Ein Banjar ist die kleinste Einheit im Staat Bali, noch kleiner als ein Dorf. In meinem Banjar leben etwa 240 Menschen. Der Plan ist, GCM schrittweise bis zur Provinz-Ebene auszuweiten.
Folgende awig-awig (lokale Regeln) konnte ich in meinem Banjar zum Umgang mit upakara Abfall erwirken:
•    Nach den Zeremonien müssen die Bewohner des Banjar den Abfall sammeln und kompostieren.
•     3-4 Haushalte teilen sich dafür eine Takakura-Box (Kompostkisten).

Ziel des Projekts
Durch dieses Projekt kommt hoffentlich die Vision einer Green Culture etwas näher, genauso wie die Vision eines Green and Clean Bali und einer Green Economy – den upakara-Abfall kann man nämlich gut als Dünger benutzen.

Zielgruppe
Die Gemeinde meines Banjar.

Umsetzungszeitraum
Das Projekt ist abgeschlossen mit dem Erlass der awig-awig im September 2013. Eine Agenda findet ihr hier.

Partner und Unterstützer
Der Bürgermeister und sein Stellvertreter haben mir sehr geholfen, dieses Projekt durchzuführen und helfen nun, auch andere Kommunen von der Idee zu überzeugen.

Angebot
Ich kann ein Konzept zur Verfügung stellen und auch die Agenda, die ihr weiter unten findet, kann übernommen werden.

Bedarf
Ich brauche Ratschläge und Feedback, um das Projekt zu verbessern. Ich versuche gerade, eine innovativere Strategie zu finden, einen Wandel in der Gemeinde herbeizuführen und freue mich über Ideen und Anregungen.

Kontakt
Ni Luh Putu Harta Wedari, project coordinator
Email: hartawedari[at]gmail.com

Was ich noch mit euch teilen möchte
Ich wurde großartig unterstützt vom lokalen Bürgermeister und der Gemeindeverwaltung und bin sehr dankbar, dass ich durch ihre Hilfe mein Projekt erfolgreich abschließen konnte, bevor im Februar mein Studium begann.
Die Etablierung des Green Classic Management und awig-awig sind gelungen und ich sehe einen positiven Wandel in meiner Gemeinde. Jetzt versuche ich, GCM auch in anderen Gemeinden einzuführen und auch hierbei kann ich auf die Unterstützung des Bürgermeisters und seines Stellvertreters zählen. Da mein Studium momentan sehr viel Zeit kostet, kann ich diese Hilfe sehr gut gebrauchen.