Essen und Du: Wie man sein Essen am besten auswählt und (wieder)verwendet – Team Montenegro

Hallo Leute! Heute will ich mit Euch über unser Ernährungsverhalten und unseren Lebensmittelkonsum reden.

Wir leben in einer Zeit, in der man denkt, alles müsse perfekt aussehen, wenn man es über Instagram oder andere soziale Netzwerke verbreiten will.
Auch das Thema Essen ist da keine Ausnahme.

Einerseits werden wir dazu erzogen bewusste Kaufentscheidungen zu treffen und uns gesund zu ernähren. Andererseits wird uns durch die Medien aber auch ein bestimmtes Bild vorgelebt, das wir verfolgen.
Jede Mahlzeit, die durch das Internet geteilt wird, muss einladend, frisch und teuer aussehen – es gibt keinen Raum für „unschöne“ oder alte Mahlzeiten, so wie Lebensmittel, die das Haltbarkeitsdatum gerade überschritten haben oder welche, die kleine Makel aufweisen.

Dadurch entsteht ein enormer Druck, auch für Jugendliche, die nicht ausgeschlossen werden wollen und so immer neue Lebensmittel kaufen. Ein Apfel wird weggeschmissen, wenn er einen kleinen braunen Fleck hat – dabei müsste er das gar nicht.

Wusstet ihr, dass jedes Jahr über 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeschmissen werden? Gemüse und Früchte mit einer unpassenden Form werden zum Beispiel entsorgt, obwohl es weltweit 842 Millionen hungernde Menschen gibt!

Daher habe ich mich entschieden, einige Tipps mit Euch zu teilen, wie Ihr euer Ernährungsverhalten nachhaltig umstellen könnt. Außerdem habe ich ein kurzes Rezept vorbereitet, mit dem man altes Brot wiederverwenden kann und es nicht wegschmeißen muss.

Tipps

  • Zunächst einmal: seid nicht faul! Versucht Kochen und Backen etwas alltägliches werden zu lassen. Es kann außerdem hilfreich sein, die Etiketten auf den Produkten zu lesen, um die Inhaltsstoffe kennen zu lernen. Ja, es wird zunächst nicht einfach, aber nach einer kurzen Zeit werdet ihr bessere Köche werden und zudem gesünder Leben.

  • Wenn ihr mehr Lebensmittel kauft, als ihr verwenden könnt, überlegt noch einmal: Es ist besser noch einmal mehr zum Laden zurückzugehen, als zu viele Lebensmittel zu kaufen und dann im Kühlschrank schlecht werden zu lassen.

  • Lerne unterschiedliche Rezepte – das Internet ist voll davon. Gib zum Beispiel in einer Suchmaschine „Was kann ich aus X und Y machen“ ein und verbessere deine Kochkünste.

  • Wenn Ihr in eurem Kühlschrank Essen findet, das ihr nicht vor dem Verderben essen könnt, nehmt es als einen Anlass dafür, eine Essensparty oder einen Brunch zu veranstalten. Ladet Eure Freund*innen ein, teilt Euer Essen und kocht zusammen.

  • Schämt Euch nicht, wenn eure Essensfotos nicht perfekt aussehen. Auch nicht, wenn die Fotos von anderen vielleicht so aussehen, als wäre sein/ihr Lifestyle unglaublich cool – macht Euer eigenes Ding und seid stolz darauf. Erinnert Euch daran, dass Essen dafür da ist, Euch Energie zu geben und Euch gesund leben lässt – nicht zum Angeben.

    Also unterstützt Eure lokalen Lebensmittelhersteller. Esst deren Obst und Gemüse, egal mit welcher Form und versucht Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.

  • Versuche inspirierend für andere zu sein. Nutze soziale Netzwerke zur Verbreitung Deiner Ideen. „Like“ nur inspirierende Leute, die einen gesunden Lebensstil haben und verbreite dies unter deinen Freunden. Wenn Du tolle, gesunde und motivierende Rezeptideen hast, dann teile sie. Stelle Fotos von Deiner Lebensweise hoch, und lasse Freunde daran teilhaben.

  • Und zuletzt: Es ist nichts peinlich daran, die selbe Mahlzeit, die ihr Mittags gegessen habt noch einmal Abends zu essen. Genauso wenig, wie Reste vom Vortag aufzubrauchen (Ich habe viele Jugendliche kennen gelernt, die das schlimm finden). Wenn Ihr Reste Eures Essens habt, friert sie einfach ein oder hebt sie für später auf.

Das waren meine Tipps für euch, ich freue mich wenn Ihr auch Tipps für mich habt.

Rezept

Ich habe mich dafür entschieden ein einfaches Rezept zu erklären, um Euch den Einstieg zu vereinfachen. Ich benutze altes Brot, um knusprige Leckerbissen herzustellen, die Ihr mit Freund*innen oder der Familie essen könnt.

Djuraskovic Andjela- Food consumption photo

Was Ihr dafür braucht: Brot und Gewürze Eurer Wahl – ja, es ist sooo einfach!

Heize den Ofen auf ca. 200°C vor. Schneide das Brot in kleine Würfel und verteile sie auf einem Backblech. Bestreue die Brotwürfel mit Gewürzen – Ich habe meine mit Salz, Oregano und Basilikum gewürzt. Schiebe das Backblech in den Ofen und schalte ihn danach aus – das ist mein Trick um sicher zu gehen, dass die Würfel nicht anbrennen. Wenn du mit der Bräune zufrieden bist, (kommt auf Deinen Ofen an, zwischen 5-7 Minuten) nimm das Backblech heraus und genieße Deine Snacks während eines Films oder eines Sportevents mit Freund*innen. Du kannst die Brotwürfel auch super als Croutons für einen gesunden Salat verwenden.

Bis zum nächsten mal,

Andjela