Rio + 20 UN Konferenz über Nachhaltige Entwicklung -

Jugendliche haben Forderungen an die internationale Gemeinschaft

Die junge Generation möchte dabei sein, wenn über die Zukunft unseres Planeten entschieden wird. Sie wollen Antworten und Lösungen auf wesentliche Fragen und Probleme wie Armut, Umweltzerstörung und Klimawandel einfordern. Denn es geht um unsere Zukunft, die Zukunft der heutigen Kinder und Jugendlichen. Grund und Herausforderung  für youthinkgreen, an der Konferenz der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung – kurz: Rio+20 – teilzunehmen.

Eine Welt mit weniger Armut, mehr Teilhabe im politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bereich sowie eine gesunde Umwelt sind unsere großen Ziele. Den zukünftigen Generationen wollen wir nicht die Luft zum Atmen nehmen. Dafür kämpft youthinkgreen weltweit.

Die Industriestaaten haben eine große Verantwortung,. Wir müssen in den stärker entwickelten, aber auch in den Schwellenländern unsere Lebensweise überprüfen und korrigieren. Wir sollten die Vorreiter Rolle einnehmen – auch für ärmere Staaten die beabsichtigen, einem Ressourcenintensiveren Konsummuster zu folgen.

Unser Beitrag für Rio+20 war: Nur durch lokale Anstrengungen und nachhaltigeres Denken kommen wir voran. Für die Aktivitäten in Rio nutzten wir die Ressourcen unserer Partnerschule vor Ort in Rio de Janeiro, die von einer kleinen youthinkgreen-Delegation aus Deutschland unterstützt wurde. Werft einen Blick in die für den UN-Nachhaltigkeitsgipfel angefertigte Broschüre (Englisch).

Bundesumweltminister Peter Altmaier a.D. lernte youthinkgreen auf dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel Rio+20 kennen. Dort hat er jugendliche KlimabotschafterInnen unserer Initiative getroffen, mit ihnen diskutiert und von ihnen den „Grünen Faden“ erhalten. Der Faden ist das weltweite Symbol der Bewegung.

Peter Altmeier, Bundesumweltminister a.D, Auszug aus seiner Rede auf der Konferenz. 

Zu Beginn der Konferenz habe ich mich mit Schülern und Studenten aus verschiedenen Ländern, unter anderem Brasilien, Ägypten und Deutschland, getroffen, die in der youthinkgreen-Initiative zusammenarbeiten. Sie haben mir dieses grüne Band gegeben. Das Band soll uns alle daran erinnern, dass wir als aktive Politiker Verantwortung für das Schicksal nachfolgender Generationen tragen.

Im Vorfeld des UN-Gipfels bot das Event ‘Date with history’ jungen Leuten aus der ganzen Welt die Möglichkeit, Politiker und Entscheidungsträger dazu aufzufordern, umgehend und couragiert zu handeln, um die Zukunft unseres Planeten zu retten. Jugendliche zwischen 13 und 30 Jahren haben in Reden und Statements ihre Sorgen und Visionen über die Zukunft des Planten zum Ausdruck gebracht.

Auch die KlimabotschafterInnen von youthinkgreen haben am letzten Tag der internationalen Jugend-Klimawoche in Wolfsburg Reden vorbereitet und am Contest teilgenommen, zwei von ihnen haben es sogar ins Finale geschafft! Für mehr Infos klickt bitte hier.

Und was sagen die jugendlichen Delegierten von youthinkgreen zu ihrem Einsatz auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung?

Caroline Tisson aus Osnabrück:

Was die Ergebnisse angeht bin ich ziemlich enttäuscht, ich hätte gedacht so viele wichtige Menschen auf einem Fleck könnten wirklich was bewegen. Können tun sie es wahrscheinlich auch, aber beim wollen, da stockt es noch. Das ist ziemlich ernüchternd, zu sehen wie viele Staatschefs zwar sagen, sie wollen etwas für die Umwelt tun und sie für die nachfolgenden Generationen erhalten, wenn es jedoch ans Eingemachte geht, stehen wirtschaftliche und politische Interessen immer ein paar Hierarchieebenen unterhalb. Ich finde das ist ein bisschen feige, sich hinter solchen Sachen zu verstecken.

Yannick Klecker aus Osnabrück:

Ich habe gehofft, dass Rio+20 eine Aufbruchsstimmung erzeugt und das auch in der Masse der Bevölkerung der aktuelle Lebensstil kritisiert wird. Leider strahlt der Gipfel nur eine ernüchternde Botschaft aus und hilft nicht wirklich die Ziele eines nachhaltigeren Lebensstils umzusetzen.
Mir ist auch bewusst geworden, dass man ohne Strategie nicht viel erreicht. Man muss vorausschauend planen und dennoch spontan bleiben. Diesen Spagat zu meistern ist eine Aufgabe, die uns stets beschäftigt hat. Am deutlichsten zeigt sich an unserem Side-Event. Haben doch erst große Namen zugesagt, mussten
wir im Programm letztendlich dennoch ohne sie auskommen.
Ich habe auch das Gefühl, dass ich in Rio einen gewaltigen Schritt in Richtung „Weltbürger“ vollbracht habe.Der Kontakt mit anderen Kulturen fällt mir leichter und besonders der Besuch der „Vorzeige-Favela“ hat mir gezeigt, wie privilegiert wir hier in Deutschland leben. Nach unserem Abitur können wir mit Fug und Recht behaupten, dass uns die Welt offen steht – Wir haben die Chance aus unserem Leben zu machen, was wir wollen. Dieses Gefühl werden die Kinder der Favelas wohl nie erleben.

Ahmed Hamza aus Kairo:

Der größte Gewinn für mich war, die Möglichkeit am Nachhaltigkeitsgipfel teilzunehmen. In meinem Alter auch endlich mal ernst genommen zu werden, und das nicht als ein Kind, welches lieber mit seinen Freunden rumhängen sollte, sondern als Klimabotschafter.

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